60 Jahre der Kampfkunst treu

60-jahre-01 Erschienen in: Osthessen News, Fuldaer Zeitung  

Erschienen: September 2013

 

Fulda
Der SV Grün-Weiß Fulda 1953 e. V., feierte am vergangenen Samstag sein 60 Jähriges Jubiläum mit einer großen Kampfsport Show in der Heinrich-Gellings-Halle.

Im August 1953 durch Beamte des Bundesgrenzschutzes als reiner BGS-Sportverein gegründet hielt bereits im Jahr 1969 der asiatische Kampfsport Einzug in den damals von Mannschaftsportarten geprägten Verein. Ju-Jutsu hieß die damals vom Deutschen Judo Bund entwickelte neue Form der Selbstverteidigung, die noch bis heute aktiv im SV Grün-Weiß betrieben wird.

Im November 1973 wurde der nächste wichtige Eckpfeiler mit der Gründung der Karate-Abteilung gesetzt. Als erster osthessischer Verein war es nur bei Grün-Weiß möglich, sich dieser in Deutschland gerade erst aufkeimenden Kampfkunst zu widmen
Die Kampfkünste erfreuten sich im Laufe der Jahre immer größerer Beliebtheit, so das Grün-Weiß im Jahr 1980 über die mitgliederstärkste Ju-Jutsu-Abteilung Hessens verfügte. Die Interessenverschiebung war dermaßen umfassend, dass im Jahr 1981 die noch bestehenden Verbindungen zum BGS gekappt wurden und Grün-Weiß als reiner Kampfsportverein in private Hand übergeben wurde.

Mit Ju-Jutsu und Shotokan Karate als tragende Säulen blickte der Verein einem 10 jährigen stetigen Wachstum entgegen welches seinen nächsten Schub im Jahr 2004 erfuhr als nach 50 jähriger Vereinsgeschichte die Abteilung Qi-Gong ins Leben gerufen wurde. Dies war auch der Startschuss für ein internes Umdenken. Unter dem Motto „Tradition bedeutet nicht die Erhaltung der Asche, sondern die Weitergabe des Feuers“, brachten motivierte Mitglieder neue Impulse und Denkweisen in die vorherrschenden Strukturen und passten den Verein dem neuen Zeitgeist an. „Lasst uns nicht auf unsere Unterschiede, sondern auf unsere Gemeinsamkeiten schauen“ war die Idee, weshalb ein abteilungsübergreifender Austausch begann.
Diesem zeitgemäßen Denken war es schließlich zu verdanken das im Jahr 2009 die Abteilung Filipino Martial Arts und im Jahr 2012 schließlich die Abteilung Koryu Uchinadi ins Leben gerufen werden konnten.

Der Verein hielt am vergangenen Samstag Rückschau auf diese traditionsreiche Geschichte und konnte auch den damaligen Gründer der Ju-Jutsuabteilung, Ulrich Kobschätzky, als Gast begrüßen.

Den Besuchern wurde ein bunter Nachmittag mit einer Vielzahl abwechslungsreicher Kampfsportdarbietungen geboten. Neben den vereinsinternen Kampfkünsten des Karate, Ju-Jutsu, Filipino Martial Arts und Koryu Uchinadi demonstrierte auch der Kendo Kenkyukai Fulda e. V. japanischen Schwertkampf in Perfektion. Musikalisch untermalt wurde die Veranstaltung durch das Fulda Taiko Dojo und Wadaiko Rhoen e. V., welche an diesem Event das erste Mal in ihrer Geschichte ein gemeinsames Taiko Konzert gaben.
Japanisches Ambiente bot die Bonsaiausstellung des Bonsai Arbeitskreises Hessische Rhön Künzell.

 

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